Tierheim München

Tierheim München

Adresse:
Brukenthalstraße 6
Ort:
81829 München
Betreiber:
Tierschutzverein München e.V.

Über das Tierheim in München

Das Tierheim München in Trägerschaft des Tierschutzverein München e.V. gehört zu den großen Tierschutzeinrichtungen in Deutschland und liegt im Münchner Osten im Stadtbezirk Trudering-Riem. Auf dem Gelände in der Brukenthalstraße werden tagtäglich mehrere hundert Tiere versorgt, von Hunden und Katzen über Kleintiere bis hin zu Vögeln und verschiedenen anderen Tierarten.

Der Verein besteht seit 1842 und betreibt neben dem Tierheim einen Gnadenhof in Kirchasch, sodass auch schwer vermittelbare oder alte Tiere eine langfristige Perspektive erhalten. Im Tierheim selbst werden Fundtiere aus dem Stadtgebiet, Abgabetiere aus privater Hand sowie Tiere aus Sicherstellungen aufgenommen, medizinisch versorgt und betreut, bis eine geeignete Vermittlung möglich ist.

Die Anlage ist in Tierhäuser und Fachbereiche gegliedert, sodass Hunde, Katzen und Kleintiere jeweils in passenden Strukturen untergebracht und versorgt werden können. Die Arbeit vor Ort wird von einem großen Team aus Tierpflegerinnen und Tierpflegern, Tierärztinnen und Tierärzten, Verwaltungskräften und Ehrenamtlichen getragen. Sie kümmern sich nicht nur um Fütterung und Reinigung, sondern auch um medizinische Behandlungen, Training, Beschäftigung und die Vorbereitung der Tiere auf ein Leben in einem neuen Zuhause.

Ein Schwerpunkt liegt auf Aufklärung und Beratung: Über Ratgeberangebote, Führungen, Schulprojekte und digitale Inhalte informiert der Verein über tierschutzgerechte Haltung, rechtliche Rahmenbedingungen und aktuelle Themen im Tierschutz. Damit versteht sich das Tierheim München nicht nur als Auffangstation, sondern als umfassende Tierschutzplattform für die Stadt und die Region. Durch Kampagnen, Spendenaktionen und Patenschaftsprogramme werden Menschen motiviert, sich aktiv für Tiere einzusetzen, sei es durch Adoption, Unterstützung vor Ort oder finanzielle Hilfe.

Hunde im Tierheim München

Jeder Hund im Tierheim München hat seine eigene Geschichte. Manche sind schüchtern, andere voller Energie. Manche brauchen Zeit, Vertrauen und ruhige Menschen. Andere warten nur darauf, endlich wieder Teil einer Familie zu sein.

Unter diesem Abschnitt stellen wir dir 4 Hunde aus dem Tierheim München vor. In der Galerie siehst du zu jedem Hund ein Bild, den Namen, die Rasse und das Alter. So bekommst du einen ersten Eindruck von den Hunden, die auf ein neues Zuhause hoffen.

Vielleicht ist genau hier ein Hund dabei, der zu dir passt. Ein Blick in die Galerie kann der erste Schritt zu einem neuen gemeinsamen Leben sein.

Das Wetter in München

Leistungen des Tierheims in München

Das Tierheim München übernimmt die Aufnahme, Unterbringung und Versorgung von Fundtieren, Abgabetieren und Tieren aus Sicherstellungen im Raum München. Nach der Aufnahme werden die Tiere tierärztlich untersucht, gechippt und registriert; Impfungen, Entwurmungen und Parasitenbehandlungen gehören zum Standardprogramm, bevor eine Vermittlung in ein neues Zuhause erfolgt.

Viele Hunde und Katzen werden im Tierheim kastriert, um unkontrollierte Vermehrung zu verhindern und spätere gesundheitliche und verhaltensbedingte Probleme zu reduzieren. Für Tiere mit besonderen Bedürfnissen, etwa Senioren, chronisch Kranke oder stark verhaltensauffällige Tiere, werden passende Behandlungs- und Betreuungspläne erstellt, die in enger Zusammenarbeit zwischen Tierpflegern und Tierärzten umgesetzt werden.

Über die Tiervermittlung hinaus betreibt der Tierschutzverein eine Wildtierstation sowie weitere Angebote, mit denen er sich umfassend für Tiere in Stadt und Region einsetzt. Ein weiterer Leistungsbereich ist die Beratung von Tierhaltern und Interessenten. Über Telefon, E-Mail und vor Ort bietet das Tierheim Hinweise zur Auswahl des passenden Tieres, zur artgerechten Haltung, zu Fütterung, Gesundheitsvorsorge und rechtlichen Fragen wie Kennzeichnungspflicht oder Meldepflichten.

Für Notfälle und besondere Situationen stellt die Einrichtung Ratgebermaterial zur Verfügung und verweist auf spezialisierte Ansprechpartner, etwa bei Wildtieren oder schwierigen Verhaltensproblemen. Der Verein organisiert zudem Aktionen und Veranstaltungen wie Tage der offenen Tür, Informationsabende oder Flohmärkte, die neben Spenden auch den Austausch mit der Öffentlichkeit stärken. So soll Tierschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sichtbar werden, mit dem Tierheim als zentralem Ort, an dem praktische Hilfe und Aufklärung zusammenlaufen.

Vermittlung

Die Tiervermittlung im Tierheim München ist auf eine gute und langfristig tragfähige Zusammenführung von Mensch und Tier ausgerichtet. Interessenten werden gebeten, sich zunächst über die Tierprofile auf der Website zu informieren; dort finden sich Hunde, Katzen und Kleintiere mit Fotos, Beschreibungen und Kontaktangaben zu den jeweiligen Tierhäusern.

Die Tiervermittlung und Beratungsgespräche finden nach telefonischer Vereinbarung statt, damit ausreichend Zeit für individuelle Gespräche eingeplant werden kann. Die Tierhäuser sind für Anfragen, Beratung und Terminvergabe täglich außer an Feiertagen in der Regel am Nachmittag erreichbar; die Kontaktdaten stehen auf den Steckbriefen. Besuche ohne Termin sind derzeit ausschließlich mittwochs und samstags von 13:00 bis 16:00 Uhr möglich, wenn das Tierheim für Publikum geöffnet ist.

Im Vermittlungsprozess werden zunächst die Lebenssituation, Erfahrung mit Tieren, Wohnform und Erwartungen der Interessenten besprochen. Auf dieser Basis schlägt das Team passende Tiere vor und organisiert Kennenlerntermine in den entsprechenden Tierhäusern oder Ausläufen. Bei Hunden gehören Spaziergänge und Zeit im Auslauf dazu, bei Katzen der Besuch in den Katzenbereichen, bei Kleintieren die Begegnung in den jeweiligen Gehegen oder Räumen. Vor der Adoption werden alle wesentlichen Punkte noch einmal geklärt: Anforderungen an Haltung und Beschäftigung, mögliche Besonderheiten des Tieres, Vereinbarungen zu Nachkontrollen und die Höhe der Schutzgebühr.

Die Übernahme erfolgt auf Grundlage eines Schutzvertrages, der die Verantwortung der neuen Halter und die Rolle des Tierheims als Ansprechpartner festhält. Ziel ist, dass Mensch und Tier zueinander passen und Rückgaben nach Möglichkeit vermieden werden, nicht durch Druck, sondern durch ehrliche Beratung und realistische Erwartungen.

Spenden

Für den Betrieb des Tierheims München spielt finanzielle Unterstützung eine zentrale Rolle. Täglich werden mehrere hundert Tiere versorgt, was hohe Ausgaben für Futter, Einstreu, Medikamente, medizinische Behandlungen, Personal, Energie und Instandhaltung der Gebäude verursacht.

Der Tierschutzverein München e.V. finanziert diese Arbeit über Spenden, Mitgliedsbeiträge, Patenschaften, Nachlässe und eigene Aktionen wie Flohmärkte oder Benefizveranstaltungen. Auf der Website finden Unterstützer verschiedene Wege, um zu helfen: klassische Geldspenden per Überweisung oder Onlineformular, Übernahmen von Patenschaften für einzelne Tiere oder Gruppen, Fördermitgliedschaften sowie zweckgebundene Spenden zum Beispiel für medizinische Notfälle.

Spendenbescheinigungen können als anerkannte gemeinnützige Organisation ausgestellt werden, sodass Zuwendungen steuerlich geltend gemacht werden können. Neben Geldspenden spielen Sachspenden eine wichtige Rolle. Das Tierheim veröffentlicht unter der Rubrik „Tiere wünschen sich“ regelmäßig aktualisierte Listen mit benötigten Artikeln, von Futter und Leckerchen über Katzensand und Einstreu bis hin zu Transportboxen oder Spezialbedarf. Sach- und Futterspenden können zu festgelegten Zeiten an der Spendenhütte in der Riemer Straße 270 abgegeben werden, etwa montags und mittwochs von 13:00 bis 16:00 Uhr sowie freitags von 13:00 bis 15:30 Uhr, jeweils außer an Feiertagen.

Für größere Spenden bietet das Tierheim persönliche Ansprechpartner, mit denen Übergabe oder Abholung abgestimmt werden können. Wer darüber hinaus helfen möchte, kann sich ehrenamtlich engagieren oder Aktionen wie „Spende verschenken“ nutzen, bei denen im Namen anderer gespendet wird. So gibt es für nahezu jede Lebenssituation eine passende Möglichkeit, den Tierschutz in München praktisch zu unterstützen.

Öffnungszeiten

Für das Tierheim München gelten unterschiedliche Zeitfenster für Geschäftszeiten, Besuchszeiten und die Erreichbarkeit der Tierhäuser. Laut Angaben des Vereins liegen die Geschäftszeiten des Tierschutzverein München e.V. an der Riemer Straße montags bis freitags zwischen 9:00 und 12:00 Uhr sowie 13:00 und 16:00 Uhr. Die Geschäftszeiten der Tierheim München gGmbH an der Brukenthalstraße sind montags bis sonntags von 8:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 17:00 Uhr; in diesen Zeiten laufen interne Abläufe, Versorgung und Organisation des Tierheimbetriebs.

Für Besucher ohne Termin sind die Tierhäuser mittwochs und samstags jeweils von 13:00 bis 16:00 Uhr geöffnet, an Feiertagen bleibt das Tierheim für Besucher geschlossen. Außerhalb dieser Fenster findet keine allgemeine Besuchszeit statt, um den Alltag der Tiere und Abläufe im Tierheim nicht zu stark zu stören. Die Tiervermittlung selbst erfolgt nicht im Rahmen eines offenen „Laufbetriebs“, sondern nach telefonischer Vereinbarung. Die Tierhäuser sind für Anfragen, Beratung und Terminvergabe täglich, außer an Feiertagen, nachmittags erreichbar; die konkreten Telefonnummern sind in den Tiersteckbriefen angegeben.

Für die Abgabe von verletzten oder verwaisten Wildtieren gibt es separate Zeitfenster an der Riemer Straße 270, insbesondere vormittags und am frühen Nachmittag; genaue Zeiten und Hinweise stellt der Verein auf seiner Website bereit. Sachspenden werden zu festen Zeiten an der Spendenhütte angenommen, ebenfalls an der Riemer Straße. Da sich Öffnungs- und Besuchszeiten ändern können, empfiehlt das Tierheim, vor einem Besuch die aktuellen Angaben online zu prüfen oder kurz telefonisch nachzufragen. So lassen sich unnötige Wege vermeiden und das Team kann seine Kapazitäten besser planen.

Der Weg zum Tierheim in München

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Statt nur nach Optik zu gehen, lohnt es sich, zuerst den eigenen Alltag ehrlich zu analysieren: Wie viele Stunden bin ich täglich außer Haus? Habe ich Kinder oder andere Tiere? Bin ich eher sportlich unterwegs oder viel im Büro? Im nächsten Schritt können Sie die Tierprofile auf der Website des Tierheims München durchgehen und nach Tieren suchen, deren Beschreibung zu diesen Rahmenbedingungen passt. Notieren Sie sich maximal zwei oder drei Kandidaten und besprechen Sie diese telefonisch mit dem zuständigen Tierhaus, dort kennt man die Tiere im Alltag und kann gut einschätzen, ob sie wirklich zu Ihrem Lebensstil passen. Oft schlägt das Team auch Alternativen vor, an die Sie selbst nicht gedacht hätten, die aber langfristig besser harmonieren.
Der Weg zur Adoption ist bewusst mehrstufig aufgebaut, weil viele Tiere Vorgeschichten haben und nicht jedes Tier zu jedem Haushalt passt. Würde man Tiere ?auf Zuruf? mitgeben, käme es häufiger zu Überforderung, Rückgaben und erneuten Belastungen für die Tiere. Stattdessen setzt das Tierheim auf Vorgespräche, Kennenlerntermine und, je nach Tier und Situation, Vorkontrollen. Das kostet zwar Zeit, erhöht aber die Chance, dass Mensch und Tier auch Jahre später noch gut zusammenleben. Wer sich darauf einlässt, profitiert von der Erfahrung des Tierheimteams und bekommt ein Tier, das wirklich zum eigenen Leben passt.
Die Tiervermittlung im Tierheim München läuft in erster Linie über die zuständigen Tierhäuser. Auf der Website finden Sie zu jedem Tier Steckbriefe mit den entsprechenden Telefonnummern oder Kontaktformularen. Kontaktieren Sie das Tierhaus telefonisch oder per Mail, stellen Sie kurz Ihre Situation vor und nennen Sie den Namen des Tieres, das Sie interessiert. Das Team meldet sich mit Terminvorschlägen zurück oder bietet Ihnen zunächst ein ausführliches telefonisches Beratungsgespräch an. So wird sichergestellt, dass vor einem Besuch die wichtigsten Fragen geklärt sind und ausreichend Zeit für Sie eingeplant werden kann.
Im Mittelpunkt steht nicht die perfekte Wohnungseinrichtung, sondern die Frage, ob die Rahmenbedingungen für das jeweilige Tier passen. Die Mitarbeitenden möchten wissen, wie lange das Tier täglich allein wäre, ob genügend Zeit für Beschäftigung und Pflege bleibt und wie die Wohnsituation aussieht (Miete oder Eigentum, Etage, Balkon, Garten). Auch bisherige Erfahrung mit Tieren, Pläne für die nächsten Jahre und finanzielle Möglichkeiten spielen eine Rolle. Das klingt nach vielen Fragen, dient aber letztlich dem Schutz des Tieres und soll verhindern, dass es nach kurzer Zeit wieder abgegeben werden muss. Wer offen antwortet und auch eigene Grenzen klar benennt, hilft dem Tierheim sehr bei der Einschätzung.
Die Schutzgebühr ist kein Kaufpreis, sondern eine Beteiligung an den Kosten, die das Tierheim bereits für das Tier aufgebracht hat. Dazu zählen tierärztliche Untersuchungen, Impfungen, Entwurmungen, Behandlungen gegen Parasiten, die Kennzeichnung per Mikrochip sowie gegebenenfalls Kastration und Operationen. Hinzu kommen Futter, Unterbringung, Reinigung, Medikamente, Beschäftigungsmaterial und die Arbeitszeit des Fachpersonals. In aller Regel liegt der tatsächliche Aufwand deutlich über der erhobenen Schutzgebühr. Mit Ihrer Zahlung unterstützen Sie also nicht nur ?Ihr? Tier, sondern ermöglichen es dem Tierheim, auch die nächsten Notfälle aufzunehmen.
Hunde und Katzen werden vor ihrer Vermittlung tierärztlich durchgecheckt, geimpft, entwurmt und gegen Parasiten wie Flöhe oder Zecken behandelt. Sie erhalten einen Mikrochip, werden registriert und, sobald es gesundheitlich möglich ist, kastriert. Bei Katzen kommen häufig Tests auf bestimmte Infektionskrankheiten hinzu. Kleintiere werden ebenfalls untersucht und bei Bedarf behandelt; insbesondere bei Kaninchen ist die Kastration ein wichtiges Thema, um Stress und unkontrollierte Vermehrung zu verhindern. Im Beratungsgespräch erfahren Sie, was bei dem konkreten Tier bereits gemacht wurde und welche Vorsorge in Zukunft ansteht.
Bevor ein Tier einzieht, sollten Sie einen festen Ruheraum oder -platz einrichten, an dem es ungestört ankommen kann. Für Hunde bedeutet das ein gemütlicher Liegeplatz in einer ruhigen Ecke, für Katzen ein Zimmer mit Versteckmöglichkeiten, Kratzbaum, Toilette, Futter- und Wasserplatz. Entfernen Sie Gefahrenquellen wie offene Kabel, giftige Pflanzen und frei zugängliche Putzmittel, und sichern Sie Fenster und Balkone, vor allem bei Wohnungskatzen. Legen Sie vorab die Grundausstattung bereit: passendes Futter (möglichst an das gewohnte Futter angelehnt), Näpfe, Transportbox, Leine und Geschirr, Schlafplatz und geeignete Beschäftigungsmöglichkeiten. Planen Sie in den ersten Tagen möglichst wenig Termine ein, damit Sie Zeit haben, das Tier zu beobachten, Routinen aufzubauen und ihm Schritt für Schritt Sicherheit zu geben.
Ein typischer Fehler ist, sich von einem Foto oder einer rührenden Geschichte mitreißen zu lassen, ohne ehrlich zu prüfen, ob das Tier zum eigenen Alltag passt. Gerade sehr aktive oder unsichere Tiere wirken auf den ersten Blick charmant, benötigen in der Praxis aber viel Zeit, Geduld und Training. Ebenfalls problematisch ist die Erwartung, dass ein Tier aus dem Tierheim ?sofort funktioniert?, viele Tiere brauchen Wochen oder Monate, um sich einzugewöhnen, zeigen anfangs Stresssymptome oder testen Grenzen. Auch unterschätzen manche Halter die langfristige finanzielle Belastung durch Futter, Tierarztkosten und Versicherungen. Wer stattdessen die Hinweise des Tierheims ernst nimmt, sich nicht gegen kritische Nachfragen wehrt und lieber einmal mehr überlegt als einmal zu wenig, vermeidet viele typische Fallstricke.
Das Tierheim München veröffentlicht auf seiner Website unter ?Tiere wünschen sich? konkrete Wunschlisten für Hunde, Katzen, Kleintiere und Wildtiere. Dort erfahren Sie, welche Futterarten, Leckerchen, Streu, Spielzeuge oder Spezialmaterialien aktuell dringend gebraucht werden. Sehr hilfreich sind z.B. hochwertiges Nass- und Trockenfutter, gut zu reinigende Decken und Handtücher, robuste Spielzeuge, Transportboxen oder Beschäftigungsmaterial für Katzen und Kleintiere. Weniger sinnvoll sind stark verschlissene, schwer zu reinigende Polstermöbel, kaputte Kratzbäume oder Futter, das weit über dem Mindesthaltbarkeitsdatum liegt. Wer sich vorab an den Wunschlisten orientiert, sorgt dafür, dass jede Spende unmittelbar bei den Tieren ankommt.
Gebrauchtes ist ausdrücklich willkommen, wenn es in einem hygienisch unbedenklichen und funktionstüchtigen Zustand ist. Gewaschene Decken, Handtücher, Bettwäsche, intakte Körbchen oder Transportboxen können meist gut verwendet werden. Stark verschmutzte, stark riechende oder beschädigte Gegenstände sind dagegen keine Hilfe und müssen oft entsorgt werden, was zusätzliche Kosten verursacht. Eine gute Faustregel: Würden Sie das Teil noch einem Freund für sein Tier anbieten? Wenn die ehrliche Antwort Nein lautet, ist es wahrscheinlich auch fürs Tierheim ungeeignet. Im Zweifel hilft ein kurzer Anruf im Tierheim, bevor Sie größere Mengen vorbeibringen.
Wenn eine Abgabe unausweichlich ist, zählt vor allem eines: frühzeitig handeln und ehrlich sein. Suchen Sie das Gespräch mit dem Tierheim, bevor die Lage völlig festgefahren ist, so lässt sich besser planen, ob und wann eine Aufnahme möglich ist. Bringen Sie Impfpass, Chipnummer, eventuell vorhandene Gutachten und möglichst viele Informationen zu Verhalten, Fütterung, Krankheiten und bisherigen Lebensumständen mit. Je genauer das Bild, desto leichter kann das Tier später richtig eingeschätzt und vermittelt werden. Versuchen Sie, Probleme nicht zu beschönigen: Angaben zu Beißvorfällen, Ängsten oder Unsauberkeit sind unangenehm, aber für eine verantwortungsvolle Vermittlung unverzichtbar.
Grundsätzlich liegt der Schwerpunkt der Vermittlung im Großraum München und Bayern, damit Kennenlerntermine, Vorkontrollen und Nachbesuche praktikabel bleiben. Es gibt aber Situationen, in denen ein Tier ?seine Menschen? weiter weg findet, etwa wenn besondere Erfahrung mit Angsthunden, Senioren oder Handicap-Tieren gefragt ist und sich passende Interessenten außerhalb der Region melden. In solchen Fällen wird genau geprüft, ob mehrere Besuche möglich sind und ob Partner vor Ort eine Vorkontrolle übernehmen können. Eine pauschale Zusage ?deutschlandweit? gibt es nicht; entscheidend sind immer das Wohl des einzelnen Tieres und die realistische Umsetzbarkeit der Betreuung.
Eine Vorkontrolle ist kein Wohnungs-TÜV, sondern ein Sicherheitscheck aus Sicht des Tieres. Die kontrollierende Person schaut sich an, wie das Tier später leben würde: bei Hunden zum Beispiel Zugang zu Auslauf, Sicherung von Garten oder Balkon, Treppenhaus-Situation, bei Katzen vor allem Fenstersicherung und Rückzugsmöglichkeiten. Es geht um Fragen wie: Kann sich das Tier verletzen? Gibt es ruhige Plätze? Ist der Alltag so strukturiert, dass das Tier nicht zu kurz kommt? Kleine Dinge lassen sich meist leicht anpassen, zum Beispiel zusätzliche Gitter, ein extra Rückzugsplatz oder die Absicherung von Kabeln. Wenn Sie Verbesserungsvorschläge offen annehmen, wird aus der Vorkontrolle eine hilfreiche Beratung statt einer Prüfung.
Nachbesuche werden eingesetzt, um nach einiger Zeit zu sehen, wie sich das Tier eingelebt hat und ob Mensch und Tier gut miteinander klarkommen. Dabei geht es nicht darum, eine perfekte Inszenierung zu beurteilen, sondern einen ehrlichen Eindruck vom Alltag zu gewinnen. Ein Nachbesuch kann ein kurzer Hausbesuch sein, manchmal reicht auch ein ausführliches Telefonat oder eine Bilddokumentation, je nachdem, was vereinbart wurde. Für Sie ist das eine gute Gelegenheit, Schwierigkeiten anzusprechen, etwa bei der Eingewöhnung, beim Alleinbleiben oder im Umgang mit anderen Tieren. Das Tierheim versteht Nachbesuche als Teil seiner Verantwortung nach der Vermittlung, nicht als Kontrolle um der Kontrolle willen.
Der Schlüssel zu einem guten Start ist: weniger ist mehr. Planen Sie die ersten Tage möglichst ruhig, ohne große Feiern, Kindergeburtstage oder dauernden Besuch. Geben Sie dem Tier feste Strukturen, gleiche Fütterungszeiten, klare Schlafplätze, regelmäßige Spaziergänge oder Spielzeiten, und vermeiden Sie ständiges ?Betüdeln?, indem Sie auch Ruhephasen konsequent einhalten. Gerade Hunde profitieren davon, wenn Sie das Alleinbleiben langsam und geplant aufbauen, statt sie von Anfang an überall mitzunehmen. Bei Katzen ist es sinnvoll, zunächst nur wenige Räume freizugeben und diese nach und nach zu erweitern, wenn sich die Katze sicher fühlt. Wenn Sie unsicher sind, holen Sie frühzeitig Rat im Tierheim oder bei qualifizierten Trainerinnen und Trainern, bevor kleine Probleme groß werden.
Die Schutzgebühr ist nur der Anfang. Monatlich fallen je nach Tier und Größe verschieden hohe Futterkosten an, hinzu kommen Streu bei Katzen, ggf. Hundesteuer, Haftpflichtversicherung, Parasitenprophylaxe und regelmäßige Tierarztchecks. Unerwartete Ausgaben wie Operationen oder chronische Erkrankungen können mehrere hundert bis tausend Euro kosten. Sinnvoll ist es, schon vor der Adoption eine realistische Kalkulation zu machen: Welche Summe kann ich monatlich für mein Tier zurücklegen, ohne in Stress zu geraten? Manche Halter richten ein separates ?Tierkonto? ein oder schließen eine Kranken- bzw. OP-Versicherung ab. Wer diese Fragen vorab klärt, schützt sich und das Tier vor unangenehmen Überraschungen.

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